Zurzeit kann ich meine Gedanken noch nicht ganz einordnen da mein Wissen über die zwei Berufsfelder noch sehr klein ist. Als Ausgangslage berufe ich mich auf die Aussage bzw. Erklärung von John Maeda (Laws of Simplicity), welche folgendes besagt:
- „Technik schafft Lösungen / Funktionen für Probleme.“ (mit der neuen Software können wir noch schneller auf die Kundenanfragen reagieren….)
- „Kunst lässt einen Fragen stellen.“ (was hat sich der Künstler nur bei diesem Bild gedacht? was will er damit sagen?....)
- „Design schafft Klarheit und Antworten.“ (damit ich den iPhone bedienen kann ist gar keine Anleitung nötig, da die Oberfläche absolut klar strukturiert ist….)
Diese drei Felder sind relativ klar abtrennbar. Die Berufsgruppen sind seit Ewigkeiten getrennt und relativ gut abgekapselt. Das Problemfeld entsteht, wenn jemand eine Schnittstelle zwischen diesen Welten schaffen will. Doch wieso ist das so? Ich habe dazu 2 Theorien.
Als erstes kann ich mit Gewissheit behaupten, dass jedes von diesen Berufsgruppen sehr viel Zeit investieren musste um sich das Wissen bzw. die Qualität im Beruf zu erlangen, welche von ihm verlangt wird. Angesichts dieser Erfahrung und des Wissens, welche auf dem Weg auch teilweise Schmerzhaft gesammelt wurde, ist es eine logische Reaktion dies als Alleinstellungsmerkmal oder Wettbewerbsvorteil anzusehen. An dieser Stelle kann es auch passieren, dass man auf „naive“ bzw. unvorsichtig ausgedrückte Aussagen etwas überreagieren kann. Damit jemand keine naive Frage stellt oder etwas falsches Behauptet wird es nötig, dass er sich mit dem Thema beschäftigt.
- Man kann nicht sagen, ob der Prozessor ineffizient arbeitet, wenn man nicht weiss wie der Computer funktioniert.
- Man kann nicht sagen, ob dieses Bild etwas Besonderes ist, wenn man nicht weiss was sich der Künstler dabei gedacht hat.
- Man kann nicht sagen, ob das iPhone gut ist, wenn man es nie in der Hand gehabt hat.
Angesichts der Menge der Informationen in der heutigen Welt und der wenigen Zeit die einem zur Verfügung steht, stellt, dass sich beschäftigen mit anderen Berufsgruppen eine grosse Herausforderung dar.
Das nächste Problem, welches mir genannt wurde im Gespräch ist, dass ein Grafiker befürchtet, dass er seinen Job verlieren wird, wenn die Manager selbst anfangen würden zu visualisieren. Visualisierung ist doch nicht dazu da die Grafiker zu ersetzen? Eine Visualisierung wird nie auf so einen hohen Level sein, wie die Grafiken von Designern. Diese werden nicht mal ersetzt werden, sondern nur noch mehr gebraucht, denn Visualisierung ist auch eine Art Vermittlung bzw. Steigerung des Wissens um das Original verstehen zu können.
Ich lasse diesen Artikel an dieser Stelle stehen und hoffe auf eine Fortführung in einer Diskussion mit anderen Kollegen vom Fach………




